+++Verlosung +++ Schandmaul – Benefizkonzert zur Walpurgisnacht

SchandmaulDie Mittelalter-Folk-Band Schandmaul ist inzwischen auch über Szene-Grenzen hinweg bekannt. Weniger weiß man die soziale Ader der Künstler. So unterstützt die Truppe die Sprockhöveler Initiative sunshine4kidsDiese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder in schwierigen Lebenssituation zu unterstützen. Dies erfolgt unter anderem durch gemeinsame Segeltrips mit der Hoffnungsflotte, dem sozialpädagogischen Projekt des Vereins. Bei einer dieser Touren hat Schandmaul  zusammen mit dem Verein das Schandmaul meets sunshine4kids Musical auf der Travemünder Woche aufgeführt. Nun findet am 30. April – zur Walpurgisnacht – ein Schandmaul-Benefizkonzert in der Glückauf-Halle in Sprockhövel statt.

Wuppermond und sunshine4kids verlosen nun fünf VIP-Bändchen, die nicht nur freien Eintritt zum Konzert, sondern auch kostenlose Getränke und Verpflegung beinhalten. Was man dafür tun muss? Ihr müsst uns – also der Wuppermond-Seite, nicht nur diesem Artikel – ein Like schenken oder bereits geschenkt haben und den Beitrag teilen. Danach schreibt ihr bis zum 2. März eine E-Mail mit dem Stichwort „Wuppermond“ an info@sunshine4kids.de. Wir drücken natürlich die Daumen. Der Rechtsrecht ist natürlich ausgeschlossen, ihr Halunken!

Fantasyfolk meets Mittelalter: Mythemia und Oropher im Underground

Als Wanderer zwischen den Welten kommt man ganz schön herum. Das Bielefelder Quintett Mythemia hat es an diesem Samstag auch in die heiligen Hallen des Undergrounds geschafft und präsentierte seine fantasievollen und eingängigen Songs aus verzauberten Welten. Unterstützt wurde Mythemia durch die Mittelalterband Oropher – des Teufels Brut.

OropherOropher, das sind Lady Morana, Aranor der Wanderer, Annegret und der Wuppertaler El Tiburón, den Fans des gelebten Mittelalters schon durch die Band Triskehle kennen. Das Event war für Oropher zugleich CD-Releasekonzert des Debütalbums, das schlicht und einfach den Titel „O“ trägt. Die mittelalterliche Markt- und Tanzmusik-Truppe legte den Schwerpunkt auf den Gebrauch der Trommel und des Dudelsacks, die die Füße der zahlreich erschienenen Fans zum Tanzen brachte. Interessant war auch das Stück, in dem die Stimme von Dudelsackspielerin Anni zu hören war.

MythemiaNach einer Reihe von vehement geforderten Zugaben traten die Weltenwanderer von Mythemia auf die Bühne und nahmen das Publikum mit auf eine fantasievolle Reise durch verzauberte Reiche. Das Quintett um die bezaubernde Shilan Anderson überzeugte durch den Einsatz vielseitiger Instrumente wie zum Beispiel dem Didgeridoo, der Geige und der Flöte. Die Songs der Truppe handeln – wie in unserem Bandportrait vom letzten Jahr weiter ausgeführt – von grottenschlechten Barden, edelmütigen Piraten und den feenartigen Selkies. Vielgeliebt ist auch das Lied vom müden Bärchen. Die in deutscher und englischer Sprache vertonten Songs erzählen jedes Mal eine interessante Geschichte und die ausdrucksstarke Stimme von Shilan vermochte die Zuhörer auch an diesem Abend zu fesseln. Wer Mythemia verpasst hat, muss nicht traurig sein, denn die Band ist in der nächsten Zeit häufiger in NRW zu sehen.

Die Nibelungen – alter Stoff neu interpretiert

Mord, Minne und Verrat: Das Nibelungenlied erzählt eine blutige Geschichte von Liebe und Rache, die den Leser auch heute noch fasziniert. Die Story setzt ein, nachdem Siegfried den Drachen erschlagen und sagenhafte Reichtümer erworben hat. Er kommt an den Hof von Burgund, um die schöne Kriemhild zu freien, und setzt so eine schicksalhafte Entwicklung in Gang. Bevor dieser die Schwester des Königs zur Frau bekommt, muss er ihm helfen, die schier unbesiegbare Brunhild zu heiraten.

Nibelungen

Diese alte Mär hat das junge Börsenensemble nun auf die Bühne bzw. vor die Bühne gebracht, denn die Handlung spielt sich im gesamten Raum ab. Die Dialoge und die Handlung des Stücks hat Regisseurin und Theaterpädagogin Ute Kranz selbst mit den jungen Künstlern entwickelt. Die Bühnenelemente wurden geschickt gewählt. Dramatische Szenen werden von einem Schlagzeug begleitet, während der unsichtbare Siegfried durch seinen Schatten hinter einer Leinwand sichtbar ist. Passend ist auch das Licht. Der Showdown, bei dem die Burgunder förmlich durch Blut waten, ist in ein rotes Licht getaucht.

Wer ein Epos auf die Bühne bringt, muss hier und da auch Dinge verändern oder weglassen. So kam ein Charakter, die intrigante Ehefrau Hagens, dazu, während manche Charaktere gar nicht auftauchten. Dies ist der Konstellation der Schauspieler und der Dramaturgie geschuldet. Neu ist auch der dargestellte Konflikt zwischen nordisch-heidnischer Religion und dem Christentum. Dieser ist unterschwellig stets präsent. Königin Ute hat die Kraft der Weissagungen und erinnert die Söhne an die alten Götter.

Spannend ist, wie die Truppe den zweiten Akt des Liedes darstellen. Nach dem Mord an Siegried ist nichts mehr, wie es vorher war. Kriemhild trauert und sehnt sich nach Rache. Die Tat schwebt wie ein Schatten über der gesamten Familie. Die düsteren Prophezeiungen von Königin Ute sind eingetroffen. Alle hetzen wie aufgescheuchte Hühner über die Bühne. Dankwart erscheint sogar der tote Siegfried. Bei aller Tragik kommt auch die Komik nicht zu kurz. Zwischendurch kann sogar gelacht werden, auch wenn das Ende für alle Beteiligten unschön verläuft.

Wer quasi Blut geleckt hat, hat zum größten Bedauern der Wuppermond-Redaktion nur noch heute –am 10. September um 19.30 – Gelegenheit, das Stück in der Wuppertaler Börse zu sehen.

Nibelungen – das neue Stück des jungen Börsenensembles. Eintritt: 8 €, ermäßigt 5 €. Nur noch heute.

TrailerZusätzlich zum Teaser gibt es heute noch eine Überraschung: wir haben auch einen Trailer gedreht!

Posted by Das junge börsenensemble on Freitag, 4. September 2015

Unplugged: Spielmann Michel aus Herne

Ein Spielmann mittelalterlicher Tradition zieht in der Regel von Ort zu Ort und versucht, sich mit einem fröhlichen Lied Kost und Logis zu verschaffen. Michael Völkel, auch Spielmann Michel genannt, spielt unplugged auf kleinen Märkten und Festen.

Michel

Foto: Beatrix Hagemann-Kask

Wuppertalern könnte der wackere Geselle vom mittelalterlichen Weihnachtsmarkt auf dem Laurentius-Platz oder dem lustigen Markt am Beuler Bach in Oberbarmen bekannt sein. (Dieser findet dieses Jahr am 26. und 27. September in direkter Nähe zu euren Lieblingsjournalisten statt. ;)) Dort wird sich auch dieses Jahr die Gelegenheit ergeben, der handgemachten Musik des Barden zu lauschen.

Die aktuelle CD des Musikers aus Herne heißt „Rattenplage“ und ist nur auf der Seite des Spielmanns zu bekommen. „Das Spannende ist, dass es ein multimediales Gesamtprojekt ist. Meine Texte sind, hauptsächlich vom Zeichner Metin Temel, als Comic illustriert worden. Den gibt es zum Album dazu“, erklärt Spielmann Michel. Der Comic ist in Marvel-Optik gehalten und beschreibt die Abenteuer eines durch die Zeit reisenden Spielmanns.

Michel nimmt immer wieder Kontakt zu seinem Publikum auf und geht spielend durch die Reihen. In seinen Songs greift er alte Motive auf und entwickelt sie parodistisch weiter. „Der Rattenfänger spielt zum Beispiel so scheiße, dass die Ratten weglaufen“, verrät der Künstler. Zu seinem Repertoire gehören zudem noch „schäbbige Lieder aus sieben Jahrhunderten“. Auf Michels Seite können sich Freunde der handgemachten Musik über künftige Konzerttermine informieren.

Drei zogen nach Hardenberg. Eine Mär über Hochprozentiges, Naschwerk und Anderthalbhänder

Foto: Harald Fennel

Foto: Harald Fennel

In den Nachmittagsstunden betrat der Wuppermond-Redakteur mit seinen wahnwitzigen Weggefährten H. und K., dem Besitzer und Lenker des Wuppermond-Einsatzfahrzeugs, bei sommerlichstem Wetter das Gelände. Schon auf den ersten Blick konnte man sehen, dass die Reise sich gelohnt hatte. Großräumig verteilten sich Zelte und Stände im Umfeld des Schlosses und sofort waren die ersten Stände mit nordischem Silber- und Bronzeschmuck und exotischen Speisen entdeckt. Während ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte und die feilgebotenen Schonen- und Bornholm-Thorshämmer und Axt-Amulette inspizierte, erwarb einer meiner Kumpane am „Byzantinischen Naschwerk“-Stand eine besonders exquisite Leckerei: Kirschen im Joghurtmantel. Vorzüglich.

Foto: Harald Fennel

Foto: Harald Fennel

Auch sonst war bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Tomaten dürften zwar, wie Freund H. richtig anmerkte, normalerweise nicht auf mittelalterlichen Speisekarten zu finden gewesen sein, aber gemeinsam mit Oliven und würziger Soße sind sie schon ein nicht zu verachtender Gaumenschmaus, genauso wie die mit Speck, Zwiebeln und Knoblauch gefüllten Fladen am Stand ein paar Meter weiter. Freunde des kreativen Biergenusses konnten es sich bei Honigbier und Kirschbier gutgehen lassen. Wenn es dann noch ein paar Prozent mehr sein durften, hatte man an verschiedenen Ständen die Qual der Wahl zwischen diversen Met- und Likörsorten. Ich für meinen Teil gab der Versuchung nach, mir beim „Kleiner- Kobold- Whisky-Eck“ ein Pröbchen „Glen Garioch“ zuzulegen, welches in nicht allzu ferner Zeit mit meinem Gaumen Bekanntschaft machen wird.

Auch Tanz, Spielmannskunst und der mal mehr, mal weniger ritterliche Waffengang durften natürlich auf einem zünftigen Spectaculum nicht fehlen. Wer sich dagegen selbst mit anderen messen wollte, konnte dieses beim Bogenschießen oder bei mittelalterlichen Brettspielen tun. Wellness nach Mittelalterart erwartete erholungsbedürftige Zivilisationsgeplagte im Badezuber oder bei der Leibkneterei.

Foto: Harald Fennel

Foto: Harald Fennel

Am Stand von Ri-Art waren nicht nur knorrige Trolle und Gnome, liebreizende Feenwesen, schwer gerüstete Zwerge und mächtige Drachen zu bewundern. Auch Pan- und Cernunnos-Statuetten, die eine Zier für jeden heidnischen Hausaltar darstellen würden, konnte man dort erwerben. Besonders hervorheben möchten wir auch die „Hunde-Tränke“ für durstige Vierbeiner beim Keltentarot-Zelt. Eine sehr schöne und tierliebe Idee, gerade im Hochsommer. Es wäre schön, wenn es so etwas öfters gäbe. In jedem Fall war für Vierbeiner und Zweibeiner gesorgt und man hätte stundenlang verweilen können bei Met und würzigen Speisen und shoppend lustwandeln an Ständen mit mittelalterlichen Gewändern, kunstvoll verzierten Lederwaren, Bernsteinschmuck, Helmen, Gambesons und Rüstungsteilen, edlen Damastklingen, Schwertern in allen erdenklichen Größen und Formen, bis hin zu schweren Anderthalbhändern.

Aber ach, allzu früh mahnten die Gefährten zur Eile, denn ihr Terminkalender war voll. Adé, du schöner Mittelaltermarkt.

Kunstvolle Kostüme und reizende Riesen – die RPC 2015

Riesen, Faune und putzige Anime-Figuren: Auch dieses Jahr bot die RPC viele Anregungen für Rollenspieler aller Art. Das Team von Wuppermond sah die Wermelskirchener Steampunkband Aeronautica, gefährliche Greifvögel und exzellent ausstaffierte Rollenspieler aus allen Bereichen. Unsere Galerie seht ihr unten. Diese zeigt viele schöne Menschen und Kostüme. <3

P.S.: Spiderman ist Linksträger.

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