Gehweg Gefährten – Sabine Bohn im Heinrich Heine Kunstkiosk

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© Sabine Bohn

Hund und Mensch. Diese Beziehung ist so eng, dass ein Österreichischer Philosoph mal davon ausging, dass der Hund den Menschen machte und nicht anders herum. Beide sind Gefährten, die sich durch die Kulturgeschichte ziehen, und bis heute sind sie es geblieben, wenn sich auch Art und Ausrichtung der Beziehung immer gewandelt haben.

Es ist daher überhaupt verwunderlich, dass Hunde immer wieder als Motive in der Kunst auftauchen. Egal ob Kelten oder Germanen, ob Römer oder Ägypter, ob Griechen oder Babylonier: Auf Bildern, Reliefs oder als fassbare Darstellung finden sich die Tiere als Motive in der abendländischen Kunst. Mal stehen sie im Mittelpunkt, mal sind sie schmückendes Beiwerk, mal sind sie nur statistisches Element, um eine gewisse Authentizität anzuzeigen, wenn ein Bild einen öffentlichen Platz darstellt.

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© Sabine Bohn

Sabine Bohn, Wahlwuppertaler Künstlerin und Kunsterzieherin aus Münster, hat sich diesem Thema nun auch angenommen. In ihrer Ausstellung in Solingen waren neben verschiedensten Bildern auch zahlreiche Hundeportraits zu sehen. Genau diese werden nun in einer kleinen Schau im Heinrich Heine Kunstkiosk gezeigt. Der Clou dran ist, dass der Hund, der innerhalb der Kunst eben mit Mensch oder innerhalb menschlicher Situationen gezeigt wird, auf Bohns Bildern vollkommen isoliert ist. Zu sehen ist der Hund mit Halsband oder in Hundekleidung in den meisten Bildern ohne Mensch vor einem asphaltgrauen Hintergrund. Die Hunde stehen, liegen oder sitzen im grauen Irgendwo alleine und machen dabei genau die Gesten, die sie auch machen, wenn sie mit ihren Haltern zusammen sind. So stellt Bohn eine Diskrepanz her zwischen dem etablierten, vertrauten Bild vom Hund und ihrer Art der Darstellung. Auf anderen Bildern sind die Hunde zwar zusammen mit Menschen dargestellt, aber eine Interaktion zwischen beiden so vertrauten Partnern findet nicht statt. Das kann, wie Barbara Held, die Initiatorin des Kunstkiosks meint, komisch wirken, führt aber auf der anderen Seite auch klar eine gewisse Melancholie vor Augen, nämlich für denjenigen, der Hunde hat und mit ihnen umzugehen weiß. Für denjenigen sind auch die frohen Farben und das amüsierte Wesen, das Sabine Bohn attestiert wird, eher Nebensache.

Grund für die Beschäftigung mit den Hunden war ein Urlaub in Indochina, in dem Bohn einen sehr dicken Hund zu sehen bekam, der schlief. Form und Haltung amüsierten sie so sehr, dass sie begann, den schlafenden Hund von drei unterschiedlichen Punkten aus zu malen. Diese Bilder wirken noch sehr grob und unsauber. Darauf aufbauend zog sie im Laufe der Arbeit klarere Linien, tauschte den pinkfarbenden Hintergrund mit dem grauen und suchte weitere Schoßhunde aus, die ihr in Form und Gestalt wesentlich näher liegen als große, stattliche Hunde. Diese sind dann auch ausschließlich mit Menschen zu sehen, jene hingegen oftmals alleine.

Auf den ersten Blick wirken Bohns Bilder wenig ansprechend, auf den zweiten offenbaren sich durchaus Tiefe und Konstrukt hinter dem Gemalten, das zu durchaus moderaten Preisen erworben werden darf.

Gehweg Gefährten – Bilder von Sabine Bohn im Heinrich Heine Kunstkiosk in der Wichlinghauser Straße, noch bis zum 27. September 2015. Termine nach Vereinbarung.

http://www.bohnapart.de
http://heine-kunst-kiosk.de

Girls with guns und damsels in distress – Mercedes Alejandra Goudet Astudillo im Interview [Crosspost mit Ruhrbarone.de]

Für die Ruhrbarone sprach Julius Hagen mit der Künstlerin Mercedes Alejandra Goudet Astudillo. Der Artikel erscheint in freundlicher Absprache bei Wuppermond als Crossposting.

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Die Künstlerin Mercedes Alejandra Goudet Astudillo lebt und arbeitet in Köln. Geboren im venezuelanischen Caracas, erlebte sie eine Kindheit in einer politisch und religiös geprägten Umwelt. In ihren Gemälden beschäftigt sie sich mit der Gleichstellung der Geschlechter und religiöser Heuchelei. Als Autodidaktin kämpft sie mit ihren grafischen Inszenierungen für die Emanzipation der Frau, Liberalismus, Toleranz und die freie Verfügung über den eigenen Körper.

 

Mercedes Alejandra Goudet Astudillo im Interview mit Julius Hagen

Mercedes Alejandra Goudet Astudillo im Interview mit Julius Hagen

Mit welchen Instrumenten arbeitest du und warum hast du dich für gerade diese Medien entschieden?

Ich arbeite mit Photoshop und mache digitale Collagen, das heißt ich verarbeite digitale Fotoausschnitte, bearbeite sie und füge sie zusammen. Dabei arbeiten mir Fotografen zu. Sie stellen mir ihre Bilder zur Verfügung. Neben Fotos arbeite ich eigene Zeichnungen und Aquarelle in meine Collagen ein.

Das ist ja immer nah am Design dran. Photoshop ist schuld an viel digitalem Kitsch.

Das stimmt. Gerade das will nicht machen. Ich möchte digitale Kunst schaffen, die mehr als nur Grafikdesign ist. Vieles, was mit Photoshop entsteht, ist sehr grafisch, zweidimensional und sehr platt. Ich möchte digitale Bilder schaffen, die wie Gemälde wirken. An meinen Bildern arbeite ich, bis ich wirklich zufrieden bin. An manchen Bildern arbeite ich zehn Tage, an anderen drei Wochen.

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Du arbeitest viel mit popkultureller Ikonographie- von Marge Simpson über Superheldinnen wie Wonder Woman bis hin zu Schauspielerinnen aus Pulp-Filmen…

Ich benutze Bilder von Frauen, die politisch interessant sind oder in ihrer Zeit etwas bewegt haben.

Was steht dabei im Vordergrund – das Ästhetische oder das Politische an den Figuren?

Beides. Ich bin eine Ästhetin und liebe das Schöne. Aber Schönheit und Ernst sind kein Widerspruch. Auch unangenehme Fragen lassen sich schön verpacken, sodass man bei genauem Blick erkennt, was dahintersteht.

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Du hast im Studio Divas Dome ausgestellt. Wie kamst du dazu, in einem SM-Studio auszustellen?

In meinen ersten Ausstellungen habe ich zwei Bilder präsentiert, bei denen Bondage im Fokus stand und die sehr gut angenommen wurden. Gleichzeitig hatte ich viel Material von Fotografen angesammelt, die ähnliche Motive zeigen. Daher habe ich eine Serie mit fünfzehn Arbeiten hergestellt. Eine befreundete Künstlerin wohnte in dem Haus, in dem sich auch das Studio befindet. Sie ist sehr gut mit der Inhaberin befreundet und hat den Kontakt hergestellt.

Die Innenräume des Studios waren sehr gut für eine Ausstellung geeignet – weiße Wände und viel Licht waren gute Voraussetzungen für eine Vernissage. Das Studio selbst ist nicht versteckt und schäbig, sondern steht mitten in einem Wohngebiet. Gleichzeitig setzt sich die Chefin sehr dafür ein, dass in ihren Räumen auch Kunst ausgestellt wird. Einmal im Jahr macht sie einen „Tag der offenen Tür“ mit Ausstellungen. Mittlerweile arbeite ich mit der Inhaberin intensiv zusammen. Sie macht Bondage- und Fetisch-Fotographie und stellt mir Aufnahmen zur Verfügung.

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Auf deinen Bildern finden sich nicht nur girls with guns, sondern auch Motive von gefesselten Frauen – angelehnt an Bondage- und „damsel in distress“-Motive. Wie gehen die Fotographie von gefesselten Frauen in aufreizenden Posen und eine feministische Botschaft zusammen?

Das ist Ansichtssache. Natürlich sind die Frauen eingeengt und gefesselt. Aber ich sehe Frauen, die dabei sind, sich zu befreien. In einem Bild ist Wonder Woman geknebelt. Man hat das Gefühl, sie will etwas sagen, sie will ihre Hände ausstrecken und schreien und für etwas kämpfen, das ihr wichtig ist.

Und wie passt Barbarella in dieses Konzept?

Barbarella ist ein Motiv meiner Reihe Girls with Guns. Wenn man die Figur sieht, kann man denken, es sei eine Fantasie für Männer. Aber dahinter steht Jane Fonda, die als öffentliche Person feministische Botschaften vertritt – eine wunderschöne Frau, die sich als öffentliche Person für die Gleichberechtigung von Mann und Frau eingesetzt hat.

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Manche Vertreter des Feminismus sehen in der Darstellung weiblicher Sexualität in der Popkultur eine Form der Ausbeutung der Frau, die lediglich Ausdruck männlicher Phantasien ist. So behauptet die Genderphilosophin Judith Butler, die Burka sei als Ausdruck selbstgewählter Würde der Frau. Schleier und Burka gelten ihr nicht als Zeichen männlicher Unterdrückung, sondern als Akt weiblicher Selbstermächtigung. Auf der anderen Seite treten feministische Organisationen wie die Femen oder Pussy Riot entkleidet auf, um feministische Botschaften zu transportieren. Ist die Darstellung des weiblichen Körpers ein Instrument der Emanzipation oder der Unterdrückung?

Feminismus bedeutet nicht, sich bedeckt zu halten. Ich stehe da auf der Seite von Pussy Riot. Wenn man Feministin ist, sollte man nicht nur das klassische Bild von Feministinnen sehen. Warum sollten wir unsere Körper verstecken? Als Feministin muss man sich auch nicht vermännlichen, um frei zu sein. Und warum sollte man weibliche Reize nicht nutzen, um seine Botschaft zu verbreiten? Das ist Ausdruck und Teil der Freiheit. Wenn eine Frau eine Burka trägt und sich dabei frei fühlt, kann sie das gerne tun. Aber man kann seine Weiblichkeit auch als Waffe benutzen, wenn man seine Brüste entblößt und schreit ‚Freiheit für alle!‘.

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Im Augenblick wird über ein Verbot von Werbeplakaten mit aufreizenden Frauen im Bikini diskutiert. Aufhänger war ein Plakat eines Herstellers von Proteinpulver. Die Anzeige zeigt eine blonde, schlanke Frau in einem gelben Zweiteiler. Umrandet ist das Ganze mit den Worten „Are you beach body ready?“ Ist die Darstellung von attraktiven, leicht bekleideten Frauen im öffentlichen Raum diskriminierend gegenüber Frauen?

An dieser Werbung ist nichts Schlimmes. Natürlich wollen Frauen schön sein, wenn sie zum Strand gehen. Es wird für Fitness geworben. Natürlich nimmt der Hersteller keine molligen Frauen. Ich verstehe nicht, warum Frauen sich darüber aufregen. Eine andere Sache sind diese Schönheitsideale, mit denen junge Mädchen nicht klarkommen und denken, sie müssen 35 Kilo wiegen.

Die Franzosen denken gerade über ein Verbot der sogenannten „Magermodels“ nach.

Diese Diskussion gibt es ja seit Jahren. Ich bin dafür, dass man auch Frauen mit Kleidergröße 40 zeigt. Schönheit hat viele Gesichter und findet sich in allen Gewichtsklassen. Das Wichtigste ist, dass man gesund ist und sich im eigenen Körper wohl fühlt. Aber zu magere Frauen kommen für meine Bilder oft nicht in Frage. Ich habe schon Arbeiten von Fotografen, die mir zuarbeiten, abgelehnt, weil ich an zu stark abgemagerten Frauen nichts finde.

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Sind deine „girls without shame“ nicht nur eine Verklärung der Weiblichkeit ins Mystische oder gar die Verbildlichung allein männlicher Phantasien?

Ich will mit der Reihe nicht „Frauen ohne Scham“ zeigen, sondern fordere, dass sich Frauen für ihre Weiblichkeit nicht schämen sollen. Ich habe mich lange für mein Frau-Sein geschämt. Das war ein Resultat meiner religiösen Erziehung – gerade in der Pubertät. Über den weiblichen Körper redet man in der katholischen Kultur nicht. Meine Pubertät wäre wesentlich schöner verlaufen, wenn man freier mit mir umgegangen wäre.

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Wer sind die Helden des Feminismus der Gegenwart?

Ich könnte natürlich Sängerinnen oder Künstlerinnen nennen. Wichtiger sind aber die Heldinnen des Alltags. Zum Beispiel die Frau, die ihre vier Kinder alleine großzieht. Das war auch Teil meiner Erziehung. Von Südamerika sagt man ja, dass es dort viele Machos gibt. Aber in meiner Familie hatten starke Frauen das Sagen. Sie haben sich ein freies Leben erkämpft.

Trotz der katholischen Kultur?

Natürlich sind wir sehr religiös erzogen worden. Aber wenn du eine Frau bist, die von ihrem Mann sitzen gelassen wurde, dann denkst du nicht mehr an Religion, sondern daran, wie du dich durchschlägst und deine Kinder groß ziehst. Dann merkst du: Lieben heißt kämpfen, das heißt arbeiten gehen und sich behaupten in Berufen, die nicht typisch für Frauen sind – weil man überleben muss. In meiner Familie lebt die Hälfte der Frauen geschieden. Diese Frauen arbeiten wie Männer. Das Latino-Macho-Bild ist eher eine romantische Vorstellung. Der Latino-Macho ist ein hilfloser Mann – ohne die Mama läuft da gar nichts. Die Männer sind dort irgendwann stehen geblieben, während die Frauen in meiner Heimat eine starke Entwicklung durchlaufen haben.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

„Charmant kaputt“ – Die Dokumentation „Heimatabend: Wuppertal“ des WDR in der Preview

Elberfeld 1855

Elberfeld 1855

Der Mendelssohn-Saal der Stadthalle Wuppertal war gut besucht. Gute 120 Menschen waren der Einladung des WDR gefolgt und wollten sehen, wie ihre Stadt, ihr Wuppertal, durch die Augen der Autorin Marika Liebsch verfilmt wurde. Einen fünfstündigen Film hatte sie erstellt, den sie auf eine Stunde herunterschneiden musste. Anfangs, so sagt sie, war sie gar nicht begeistert, von Wuppertal zu erzählen, doch mit der Arbeit begann die Faszination – oder wie es die ehemalige Oberbürgermeisterin Ursula Kraus im Film ausdrückt: „In Wuppertal verliebt man sich erst auf den zweiten Blick.“  Der geplante Beginn der Ausstrahlung verzögerte sich, denn um 19.40 Uhr musste das Team der Lokalzeit Bergisch Land noch eine Live-Schalte in den Saal machen, doch dann – das Kamera-Team baute unter Applaus schnell das Equipment zusammen – ging es los:

Die Stimme des leider abwesenden Christoph Maria Herbst, einem Wuppertaler, erzählt von der Stadt mit dem Image-Problem und der Schwebebahn. Ausgehend von dem ältesten Filmmaterial, das man über die Stadt finden konnte, wird die Geschichte Wuppertals von den 1920er Jahren an bis in die Gegenwart erzählt. Was für viele jüngere Wuppertaler und Zugezogene merkwürdig klingen mag, ist wohl, dass die beiden Großstädte im Tal der Wupper prosperierende Zentren der Region waren. In Elberfeld traf man sich zu Kunstveranstaltungen, in Barmen wurde produziert. Beide Städte profitierten voneinander und bauten sich so gegenseitig auf.

Im Film werden die historischen Bilder und Geschichten immer wieder durchaus gekonnt von Einschüben in die Gegenwart unterbrochen. Wuppertal ist die grünste Großstadt Deutschlands. Man muss im Prinzip keine 10 Minuten gehen, um auf eine Grünanlage zu treffen, so heißt es. Darüber hinaus aber ist der Film durchtränkt mit Pathos. Bedeutungsschwanger werden Sätze formuliert wie: „Wuppertal lebt von den Wuppertalern.“ Ein Satz, der ohne Probleme auch für Köln, Hamburg und München, aber auch für Ulm, Paderborn oder Hameln Geltung haben dürfte. Als ob Städte ohne ihre Bürger einen Charakter hätten.

Sieht man von derlei Albernheiten ab, kann man sich mit dem Film durchaus vergnügen. Schnell werden die 20er und 30er Jahre abgehandelt und man hat durchaus ein beklemmendes Gefühl, sieht man das Elberfelder oder das Barmer Rathaus mit den Hakenkreuz-Fahnen der Nationalsozialisten verhängt, denn Wuppertal war eine Hochburg der Nazis und gleichzeitig eine Arbeiterstadt. So verwundert es nicht, dass man die Sozialdemokraten und Sozialisten 1933 schnell in eines der ersten KZs Deutschlands, in das KZ Kemna, schickte, das allerdings nach sieben Monaten schon wieder geschlossen wurde, lag es doch zu nah an der Stadt. Der Krieg und die Bomben im Mai 1943, die auf Barmen abgeworfen wurden, werden im Film ebenso thematisiert, wie das Leben in der zerstörten Stadt. Die Kindheitserinnerungen Ursula Kraus’ und der Schauspielerin Lote Duwe ergänzen die Aufnahmen Wuppertals nach dem Bombenangriff. Sie erzählen von ihrer Zeit im Bunker ebenso wie von der Bettelei nach dem Ende des Krieges, in dem auch die Schwebebahn zerstört wurde. Im April 1946 aber fuhr sie wieder, wie es der Film erzählt, der daraus den Schluss zieht, dies sei ein starkes Symbol für die Wuppertaler gewesen.

Dem Film merkt man an, für welches Publikum er gemacht worden ist. Die in die Jahre gekommenen Babyboomer, die Zielgruppe des WDR, werden sich freuen, ihre Kindheit, Jugend und aktive Erwachsenenzeit im Film zu erleben. Die Geschichte von Tuffi, dem Elefanten, der aus der Schwebebahn in die Wupper sprang, wird erzählt und vor allem bebildert. Auch wenn der Sprung selber nie fotografiert wurde, so gibt es doch Filmaufnahmen, wie der Elefant aus der Wupper geholt wird. Bereichert wird die Geschichte durch ein Werbevideo der Tuffi-Milchwerke, die ihren spritzigen Kefir vorstellen, der genauso spritzig sei, wie Tuffi, die spritzig in die Wupper gesprungen sei. Bei dieser Szene lachte das Publikum und man darf hoffen, dass sie dem Fernsehschnitt nicht geopfert wird, da der Film bei seiner Ausstrahlung statt einer Stunde nur 45 Minuten laufen wird.

Auch der Fußball fehlt nicht. Der WSV stieg in den 1960er Jahren in die 2. Bundesliga auf und schaffte 1972 den Schritt in die erste Liga. Die Freude der Wuppertaler damals gipfelte in eine Fehlinvestition der Stadt – eine Wendeanlage an der Schwebebahnstation Zoo/Stadion. Sie wurde gebaut, um die Besucher des Stadions schneller zu den Spielen zu bringen, scheiterte aber nicht nur daran, dass sie zu langsam war, sondern auch am baldigen Abstieg des WSV.

Die Kultur nimmt im Film eine große Rolle ein. Die Anfang der 1970 Jahre begonnene Intendanz von Arno Wüsterhöfer, der 1973 die Tänzerin Pina Bausch zur Leiterin des Tanzensembles machte und somit für Kontroversen ganz eigener Art sorgte, findet ebenso Erwähnung wie die Eröffnung der Gesamthochschule Wuppertal 1972, aus der die Bergische Universität hervorgegangen ist. Ihr Bau ist alleine dem Entschluss des damaligen Wissenschaftsministers Johannes Rau zu verdanken, sollte doch ursprünglich keine Universität für Wuppertal geplant werden. Der politische Teil der Dokumentation beschränkt sich dann auch auf das Wesentliche: Johannes Rau, Ursula Kraus und der Besuch Erich Honneckers 1988 am Engelshaus, der zum Aufeinandertreffen von Udo Lindenberg mit dem Staatschef der DDR führte, finden Erwähnung.

Und da liegt auch das Problem der Dokumentation: Sie ist eindeutig darauf getrimmt, ein gutes Gefühl zu hinterlassen. Es geht darum, die Menschen in Wuppertal zu rühren. Strukturwandel und politische Fehlentscheidungen werden nicht verschwiegen, sie werden erwähnt und umgewandelt in eine Erzählung der Eigenständigkeit der Bürger, des Engagements der Wuppertaler selbst. Wenn etwas schief läuft, kommen die Wuppertaler schon voran und wieder auf die Beine. Mit den Worten des Street-Art-Künstlers Megx alias Martin Heuwold: „Wuppertal ist charmant kaputt.“ So wird eine Erzählung geschaffen, in der es nichts Negatives gibt. Die Aussagen Michael Okroys in der anschließenden Diskussionsrunde bilden dazu ein wunderbares Korrektiv, wenn er dann doch die Reibungspunkte und Ärgernisse anführt, die ihn an der Stadt ärgern. Der Film selbst aber lässt diese Probleme unter einer Melange aus Pathos und Harmonie verschwinden und erzählt dann lieber von der Nordbahntrasse, an der sich die größte Parkouranlage Europas befinden soll, oder der Tatsache, dass Wuppertal die Stadt ist mit dem größten zusammenhängenden Altbaugebiet Deutschlands. Der Film soll eine Werbung sein für Wuppertal und er soll die Wuppertaler rühren. Schaut man auf die Reaktionen, die er im Publikum bei der Preview auslöste, hat er das gut geschafft. Es bleibt nur die Frage, ob ein Dokumentarfilm das soll.

Heimatabend Wuppertal, am 10 Oktober 2014 im WDR. Mehr Informationen unter http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/dokuamfreitag/sendungen/heimatabend-wuppertal102.html

 

 

Wie im Mittelalter – Künstler der Elfenbeinküste in der Bundeskunsthalle Bonn

Wer schon einmal das Museum Schnütgen in Köln besucht hat, dem wird aufgefallen sein, dass für viele Künstler des Mittelalters keine Namen überliefert sind. Für sie stand nicht so sehr ihr eigener Ruhm im Vordergrund, schon gar nicht ein solcher in einer Nachwelt, sondern ihre Arbeit, und daher kann man an dieser sehr genau und mit Expertenauge erkennen, welche Werke einem Künstler zugeschrieben werden. Neben solchen Altarbildern steht dann oft Meister von Wittingau oder Meister von Cesi. Bei ihren Arbeiten handelt es sich um Auftragsarbeiten, die sie als Handwerker erstellten und an reiche Bürger, Kirchen und Adelige verkauften.

Ein solches Geschäftsmodell ist nicht alleine typisch für Europa. Auch in Afrika, genauer an der Elfenbeinküste, fanden sich zahlreiche Handwerker, deren Arbeit ohne Probleme als Kunst angesehen werden kann. Die Bundeskunsthalle Bonn zeigt diese in ihrer oberen Etage, daher eine Ausstellung ganz zurecht unter dem Titel „Afrikanische Meister“. Da man nur in seltensten Fällen die Namen der Künstler kannte und anders als in Europa auch keinen genauen Ort zuordnen kann, wimmelt es in der Ausstellung von Meistern. Der Meister der runden Formen, der Meister der großen Hände, der Meister der schönen Brüste. Sie alle werden einzig durch ihre Kunst repräsentiert.

Sieben Völker und Gruppen der Elfenbeinküste sind Kern der Ausstellung. Die Dan im Westen, die Senufo im Norden, die Lobi im Nordosten, die Guro und Baule aus dem Zentrum der Region und schließlich die südlich gelegenen Völker der Lagune, die eben als solche, nämlich Lagunenvölker, zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Gerade diese Gruppe ist schon deswegen interessant, weil sie intern voneinander lernten, sich aber auch abgrenzten und als Völker der Küste als erste mit Europäern zu tun hatten. So sind ihre Statuen und Helmschmuckstücke Ausdruck eines kulturellen Austausches zwischen Afrika und Europa. Der Tropenhelm und kakifarbende Uniform tragende Mensch, der für eine Statue Vorlage bot, ist klar als Europäer zu identifizieren, auch wenn das Holz ihn zu einem Schwarzen macht.

Der Besucher wird eingeführt durch eine Reihe von Masken unterschiedlicher Form und Farbe. Breite Münder wechseln sich mit kleinen Mündern ab. Schlitzaugen werden von großen aufgerissenen Augen abgelöst. Die Symbolik des Schädels ist dabei für diese westafrikanische Region nicht von der Hand zu weisen. Nahezu alle Exponate sind zum Verdecken des eigenen Kopfes benutzt worden, der als Ort der Kraft galt und gilt. Der Kopfschmuck musste also von Menschen erstellt werden, die wussten, welche Motive und Themen den Träger beschäftigten und beeinflussten. Die beiden nackten Figuren, die Mann und Frau darstellen, sich gegenseitig umarmen und so deutlich die Gleichwertigkeit beider Geschlechter aufzeigen, war vielleicht ein Symbol der Fruchtbarkeit, vielleicht Mittel, um einen Ehestreit beizulegen. Das aber erfährt der Besucher nicht. Weil die Kuratoren sich vor allem auf die Künstler selbst und ihre Formsprache konzentrierten, sind solche Interpretationen nur im Kopf des Besuchers zu finden, nicht aber in den dreisprachigen Schautafeln. Das ist Konzept und Fluch zugleich. Denn was bei europäisch-westlicher Kunst durch die Form gesagt werden kann und sich einem eben solchen Publikum erschließt, kann durch die Distanz zweier so verschiedener Kulturen furchtbar schief gehen, weil der Weg zur Deutung verschlossen ist. Da aber Kunst immer durch das Miteinander von Künstler, Objekt und Betrachter entsteht, wird der Besucher so gezwungen, in den Dialog mit einem Kunstwerk zu treten, das ihm fremd erscheint und somit nicht nur exotisch, sondern eventuell auch abstoßend und primitiv. Die bloße Behauptung, es sei nicht so, reicht da nicht aus.

Während zahlreiche Darstellungen aus der Kolonialzeit stammen, ist in einem hellen Raum die von der Tradition entfernte, durch europäische Vorstellungen beeinflusste Kunst der Elfenbeinküste bis in das 21. Jahrhundert hinein zu sehen. Auf schwarzen Holzstelen finden sich auch hier individuelle Köpfe, die im Kreis angeordnet nicht miteinander kommunizieren, sondern sich unbedingt abwenden wollen. Betritt der Betrachter den Kreis, sieht er, dass die Figuren sich von ihm abwenden. Verachtet der Künstler den Betrachter? Ein anderes Exponat zeigt Szenen eines Ehebruchs. Halbnackte Menschen stehen zueinander. Eine Strafe wird verhängt, Geld gezahlt. Ein Film erzählt, dass auch solche realistischen Szenen Auftragsarbeiten sind, die als Marketing für Produkte und Orte genutzt werden. Aber wie schon früher wurden sie auch von Menschen gekauft, um sie in ihrem Haus oder Garten aufzustellen.

Die „Afrikanischen Meister“ sind sicher keine Ausstellung für die breite Masse. Hier ist Expertenwissen gefordert – oder ein offener Geist, der sich nicht scheut, eigenständig ein Museum zu besuchen und sich Gedanken über Darstellung und Form auch fremder Kulturräume zu machen. Masken und Statuen sind ein Segment der afrikanischen Kultur, auf das man sich einlassen muss. Erscheint auch dem gemeinen Europäer vieles gleichförmig und austauschbar, sieht der Experte wesentlich mehr. Es gilt, ein solcher Experte zu werden.

Afrikanische Meister. Kunst der Elfenbeinküste in der Bundeskunst- und Ausstellungshalle Bonn. Noch bis zum 5. Oktober 2014. Eintritt: 10 €. Der farbige und schwere Katalog ist bei Scheidegger & Spiess erschienen und kostet an der Museumskasse 32 €.

4000 Jahre Tierdarstellungen aus der Sammlung Preuß im Ägyptischen Museum Bonn

Die Bundesstadt Bonn bietet für den begeisterten Museumsbesucher zahlreiche groß(artig)e Museen. Kunst, Geschichte und sogar Mathematik können hier im musealen Zusammenhang betrachtet werden. Bei all diesen großen Museen fallen die kleinen oft nicht auf – doch es gibt sie. Die Studiensammlung der Bonner Ägyptologie hat ein eigenes kleines Museum, das ständig erweitert wird. Wie es sich für ein solches gehört, konzipiert und zeigt es in seinem etwa 100 Quadratmeter großen Raum auch eine Sonderausstellung. Seit Mai werden dort Exponate aus der Sammlung des Ehepaares Preuß gezeigt. Das Ehepaar, sie pensionierte Lehrerin, er ehemaliger Chefredakteur des Deutschen Forschungsdienstes und Herausgeber zahlreicher Bücher, behaupten von sich selber „die Antike nicht nur zu sammeln, sondern auch mit ihr zu leben“. Ihre Sammlung nimmt, so informiert eine Schautafel, große Bereiche ihrer Räumlichkeiten ein, sodass sich dieser Satz in seiner ganzen Spatialität erschließt. Die Museen von Köln und Bonn profitieren dabei oftmals von den einzelnen kleinen Exponaten, die das Ehepaar für Ausstellungen oder als Dauerleihgaben zur Verfügung stellt.

Im Ägyptischen Museum der Universität Bonn wird dem Ehepaar nun erstmals eine ganze Sammlungsschau gewidmet, deren Thema eher beiläufig entstand. Den Augen des Kurators des Museums, Martin Fitzenreiter, einem ausgewiesenen Experten für die Tierkulte des Alten Ägyptens, entgingen die teilweise winzigen Objekte im Hause Preuß nicht, die Enten, Eidechsen, Schweine und Insekten darstellten, sodass man sich schnell darauf verständigte, daraus eine Ausstellung zu schaffen.

Sie nimmt für sich in Anspruch, 4000 Jahre Tiergeschichte zu präsentieren. Leider fällt dem Betrachter sofort ins Auge, dass dies nicht stimmt. Die Zeit des Mittelalters und der Frühen Neuzeit werden nicht behandelt. Was aber erfreut, ist der Weggang von der Eurozentristik, die oftmals in solchen Ausstellungen vorkommt. So zeigt die Ausstellung auch Objekte aus den Kulturen Altamerikas. Eine Schautafel arbeitet die Stellung des Jaguars in Mittelamerika heraus und benennt auch die dort hervorgebrachten Haustiere, freilich ohne das Meerschweinchen zu erwähnen, das neben Lama und Alpaka zu den wenigen Tieren gehört, die in Amerika domestiziert wurden. Wenn man zudem Kunstobjekte des 20. Jahrhunderts aus Zimbawe ausstellt, zeigen die Aussteller ein sehr breites und postmodernes Verständnis des Begriffs der Moderne.

Der Fokus der Ausstellung liegt klar auf Ägypten. Das zeigt sich nicht nur an der Fülle an Exponaten zu diesem Zeitraum, sondern auch an der Auswahl der Bilder der Moderne, die immer einen Bezug zu Erkundung und Vorstellung des Alten Ägyptens haben. Ein Bild Max Ernsts bildet dabei sicher ein Highlight der Ausstellung, bei dessen Vogeldarstellungen auch immer der Ba-Vogel eine besondere Rolle spielt, jenes seltsame Mischwesen der ägyptischer Religion, das einen Menschenkopf auf einem Vogelkörper trägt und einen Teil der Seele repräsentiert.

Ohne Zweifel waren die Tierkulte des Alten Ägyptens für die antike Welt äußerst exotisch – und damit durchaus befremdlich. Wie anders lässt sich die Abneigung Kaiser Augustus’ verstehen, auf keinen Fall mit diesen Riten, die er in Ägypten als neuer Pharao akzeptierte, in Rom in Verbindung gebracht zu werden. Diese Kulte aber, und das zeigt die Ausstellung, sind eine direkte Folge der Umwelt Ägyptens. Der Nil mit seiner Artenvielfalt spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Tatsache des Ackerbaus, der Ägypten zur Kornkammer der Antike werden ließ, und der Handel mit den anderen Völkern des Mittelmeeres. Die dargebotenen Inschriften informieren den Besucher über die Bedeutung der Tiere für die ägyptische Schrift und das Spiel, das sich aus der Doppeldeutigkeit der Semantik von Buchstabe und Tier ergab.

Weniger kenntnis- und detailreich sind die Ausführungen zu Mesopotamien oder der Klassischen Antike Griechenlands und Roms. Einen Verweis auf die Schweine des Odysseus oder gar seinen treuen Hund Argos sucht man vergebens. Eine Erwähnung der in Rom betriebenen Agrarkultur, die im Kaiserreich zu einer wahren Blüte geführt wurde, findet man leider nicht. Dafür entschädigen die Exponate. Besonders ins Auge fällt das Wildschwein aus Anatolien und sein domestizierter Verwandter aus dem römischen Reich. Der Nahe Osten ist durch einen großen Löwenkopf vertreten, der als Beispiel für die Verbreitung der Tiere im Mittelmeerraum und die mit dem Tier einhergehende Stärkesymbolik Verwendung findet.

Die Ausstellung ist klein und auf Wesentliches konzentriert. Die Beschränkung auf die Sammlung Preuß hätte, wenn man 4000 Jahre Tiergeschichte darstellen will, dazu führen müssen, die Schautafeln zu erweitern. Dennoch ist die Ausstellung bei einem Ausflug nach Bonn einen Besuch wert, denn die Auswahl und teilweise auch das Arrangement der Objekte zeigen die Mühe und Arbeit, die sich das Museumsteam und der Förderverein gemacht haben, um eine Studiensammlung zu einem Museum zu machen.

Von der Antike bis zur Moderne – Tierdarstellungen aus vier Jahrtausenden in der Sammlung Preuß im ägyptischen Museum der Universität Bonn. Noch bis zum 28. September 2014. Eintritt in Sonderausstellung und Studiensammlung: 2,50 €. Der 150 Seiten starke Katalog ist bei ebv erschienen und kostet 16,80 €.

100 years of paranoia – ein verstörend geniales Gesamtkunstwerk

100 YEARS OF PARANOIA

Foto: Carsten A. Dahlmann

Wuppertal, Utopiastadt, 27. Juni 2014. Die lediglich mit einem Badeanzug bekleidete Frau liegt regungslos auf der Bühne. Das Licht geht aus. Nur noch ein zarter Schimmer eines Lichtkegels umspielt den weiblichen Körper. Dann: Schreie. Japsende, keuche Geräusche. Sie fährt hoch. Im Hintergrund ein projiziertes Gesicht auf der Wand. Sie hebt zu sprechen an. „Ahab to his companion. Falling over there in any. Out from the dawn. Skin starring stirring unbelief.“

100 YEARS OF PARANOIA

Foto: Carsten A. Dahlmann

Nun betritt ein Mann ein Bühne. Er nimmt seine E-Gitarre und spielt. Die Dynamik steigert sich. Nahaufnahmen eines Gesichts auf der Wand, eine Mimik des Entsetzens. Ein Mund, eine Zunge, ein Auge. Großaufnahmen. Im Vordergrund tanzt sie. Es ist dieselbe Frau. Nun mischt sich noch eine dunkle, männliche Stimme zu den disharmonischen Klängen in dem dunklen Raum.

Die Frau auf der Bühne ist Ina Sladic. Sie studierte Klassisches Ballett und Zeitgenössischen Tanz in Zagreb, Kroatien, und an der Folkwang Universität in Essen. Der Mann ist kein anderer als Eberhard Kranemann, Gründungsmitglied der Band Kraftwerk, die erst jüngst  in Los Angeles mit dem Grammy für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden ist. Der Text: Englische Originalzitate aus William S. BurroughsNaked Lunch – ein verstörendes Buch über Sex, Gewalt und Drogen. Die männliche Tonbandstimme ist die Originalstimme von Burroughs. Was der Liebhaber der modernen Kunst an diesem Abend geboten bekommt, ist eine Gesamtkomposition. Die interdisziplinäre Performance 100 years of paranoia verbindet Tanz-, Musik-, Film- und Tonelemente und spielt auf irritierende Art und Weise mit den Sinnesorganen des Publikums. So gelingt es den Künstlern, die Gedankenwelt des 1997 verstorbenen und durch seine Drogenexzesse auch von Paranoia befallenen Schriftstellers adäquat und höchst effektvoll zu interpretieren.

100 YEARS OF PARANOIA

Foto: Carsten A. Dahlmann

Die großartige Performance ist in monatelanger Arbeit von Sladic und Kranemann entwickelt worden und wurde kürzlich auf der Berlinale aufgeführt. Sie wurde vom Kulturbüro Wuppertal und der Stadtsparkasse gefördert und fand somit ihren Weg von Berlin natürlich auch wieder zurück nach Wuppertal.

Nach der Vorstellung unterhielten die beiden Kreativen das Publikum anschließend noch mit frei improvisierter, ebenfalls gezielt disharmonischer Elektromusik am DJ-Set im Rahmen ihres Nebenprojekts Gabi & Fritz. Ursprünglich diente dieses Konzept den beiden zur Zerstreuung in ihren Pausen.

Fazit: Wuppermond ist begeistert. Wer sich nun ärgert, die beiden verpasst zu haben, sollte auf jeden Fall nach weiteren Projekten von Kranemann und Sladic Ausschau halten. Es lohnt sich. Hierzu möchten wir an dieser Stelle auch noch einmal auf unseren Eventkalender verweisen, der sich auch problemlos via Google in euren eigenen Terminplaner einbinden lässt.

Gabi & Fritz

Foto: Carsten A. Dahlmann

Auch die gestrige Location ist übrigens einen erneuten Besuch wert. Utopiastadt befindet sich im Bahnhofsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Wuppertal Mirke, gelegen an der inzwischen zu einem Fuß- und Radweg umgebauten Nordbahntrasse. Hier kann der erschöpfte Reisende nicht nur einen Zwischenstopp bei einem kühlen Getränk einnehmen, er befindet sich auch an einem Ort der Kunst: Neben Agentur- und Atelierräumen gibt es hier regelmäßig spannende Events. Außerdem wird vor Ort eine nachhaltige Lebensweise gelehrt und gefördert.

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