Veranstaltungsempfehlungen 07/2014

Heute, liebe Leser, wollen wir euch ein paar spannende Events ans Herz legen. Diese Art der Veranstaltungsempfehlungen wird euch künftig nun regelmäßig heimsuchen. Darüber hinaus wollen wir bei der Gelegenheit aber auch noch einmal auf unseren Eventkalender hinweisen, in den wir alle wichtigen Termine einpflegen.

Für Freunde des viktorianischen Chic findet morgen ab 15 Uhr das historische, dunkelromantische und inoffizielle Pre-Amphi Picknick in Köln, im Friedenspark statt. Der Dresscode: viktorianisch, elegant Goth, Rokkoko und Barock, Steampunk, Dandy, dunkelromantisch oder elegante Picknickgarderobe.

Wer einen mehr oder weniger spontanen Trip in die Niederlande nicht scheut, kann sich auf der Dutch European Steampunk Convention in Meppel vergnügen. Die Festivitäten werden  am 25. und 27. Juli  hier zelebriert: De Lindenhorst, Schiphorsterweg 15, Meppel, NL.

Metallische Klänge – umsonst und draußen übrigens –  erwarten euch in Essen. Das Café Nord feiert seinen 23. und das Nord Open Air seinen 5. Geburtstag. So erwartet euch am kommenden Freitag und Samstag ein bombastisches Line-up , so zum Beispiel Sick of it all und Biohazard am morgigen Abend, den 25.07. Mehr Infos über Bands und Rahmenbedingungen unter http://www.cafe-nord.com/openair.html.

Mittelalterliches erwartet euch auf Burg Denklingen. Von Freitag, 16 Uhr, bis Sonntag, 19 Uhr bespaßen euch Gaukler, Barden und ähnliches Gelumpe. Die Adresse des Geschehens ist Burg Denklingen, Hauptstraße 21, 51580 Reichshof Denklingen. Es gibt auch weitere Informationen unter: https://www.facebook.com/events/646838575391439/

 

Gut besucht – Die Eröffnungsparty der Bonner Taverne Voyager

Voyager-Logo_transparentEs sollte ein umtriebiger Tag für das Wuppermond-Team werden: Für den Nachmittag stand ein schon länger geplanter Besuch der Ausstellung „Abenteuer Orient“ in der Bundeskunsthalle auf dem Plan und für die Abendstunden die offizielle Eröffnungsparty des Bonner Fantasy- und Rollenspiel-Pubs Voyager. Vor unserem Museumsbesuch wollten wir uns erstmal einen kleinen Imbiss gönnen. Da wir wussten, dass das Voyager auch schon am Nachmittag geöffnet sein würde, schauten wir dort einfach schon mal vorbei. Die Vorbereitungen für den Abend liefen offenkundig bereits auf vollen Touren, und auch einige Gäste tummelten sich schon zwischen Spieleregal, Bar und Kuchenbuffet, während im Hintergrund die epischen Klänge der Star Wars-Filmmusik zu hören waren (Gerüchten zufolge erklingt in der Taverne auch öfters mal Basil Poledouris’ erhabener Conan der Barbar-Soundtrack, gegen den ich wahrlich auch nichts einzuwenden gehabt hätte). Als Wandschmuck versetzten gotischen Kirchenfenstern ähnelnde Spiegel und romantische Mittelalterdarstellungen den Besucher in eine fantastische Welt der Ritter und Minnesänger. Am Buffet warteten einem Film- und Science Fiction-Fans nicht ganz unbekannten kleinen Roboter nachempfundene R2-D2-Zitronenkuchen auf den hungrigen Reisenden. Daneben gab es noch diverse andere originelle und kreative Leckerbissen wie beispielsweise „Han in Carbonit“, einen Darth Vader- und einen Stormtrooper-Kopf aus Schokoladenkuchen, einen Voyager-Schiff-Gewürzkuchen in 3D, Supermario-Pilz-Muffins und Guinness-Muffins mit Whisky-Frosting. Das optische Highlight in Form einer Tardis-Torte war zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgefahren worden und harrte noch seiner feierlichen Präsentation. Nach einem kleinen Imbiss und einer Tasse leckerem Earl Grey-Tee ging es dann für uns aber erst mal ins Museum.

Dort verging die Zeit angesichts der Sammlung des Archäologen Max Oppenheim – hierzu mehr in einem anderen Artikel – und seiner beeindruckenden Grabungsfunde recht schnell, und so begaben wir uns nach einem äußerst interessanten und kurzweiligen Museumsbesuch einige Stunden später wieder gen Voyager. Doch was mussten wir da erblicken? Ungefähr zwei Dutzend Leute tummelten sich bereits mit dem Bier in der Hand vor der offenen Türe des Pubs, was uns gar Schröckliches ahnen ließ. Und tatsächlich: Unsere Befürchtung, keinen Sitzplatz mehr zu bekommen, schien sich zu erfüllen. Sowohl an Bar und Buffet als auch im geräumigen Souterrain waren bereits alle Sitzplätze belegt, und an einigen Tischen hatten sich schon kleine Spielrunden gebildet. Als wir nach mehreren Rundgängen für die Platzsuche schon fast resigniert hatten, wurde, den Göttern sei Dank, in unserer nächsten Nähe ein Tisch mit gemütlicher Couch-Ecke frei, und wir konnten endlich Platz nehmen. Während die Gruppe am Nebentisch sich in eine Runde Cthulhu Munchkin vertiefte, machten wir uns mit der recht umfangreichen Getränkekarte vertraut. Hier konnte ohne Übertreibung von der sprichwörtlichen „Qual der Wahl“ die Rede sein. Das äußerst breite Angebot hatte sowohl für den Spirituosenkenner als auch für den neugierigen Laien einiges zu bieten und erstreckte sich von diversen Whiskys über gewürzten Honigwein bis hin zu einer beachtlichen Fülle weniger bekannter und ungewöhnlicher Biersorten (India Pale Ale, Kirschbier, Ingwerbier, Trappistenbier und das hochgradig kultige Rauchbier von Schlenkerla, um nur einige zu nennen). Der stilbewußte Steampunker konnte sich an einer Victorian Lemonade von Fentimans erfrischen oder sich auch ein Glas Absinth gönnen. Und sicher werden nicht nur rollenspielerprobte Waldläufer, Kriegerinnen und Barden, die gerade ein paar Orks den Garaus gemacht haben, ihre Freude an Gebräuen mit so klangvollen Namen wie Wychwood King Goblin und Wychwood Brewery Hobgoblin haben.

Tardiskuchen

Foto: Sarah Caspari

Bald gesellte sich gelb-blau gewandet mit breitkrempigen Hut, Umhang und Stulpenstiefeln Ozzimandias der Schelm mit seiner Wandervogellaute „Loreley“ zu uns und erfreute uns mit Spottliedern und Balladen, darunter dem ja eigentlich nur scheinbar obszönen (Ein Schelm, wer Arges dabei denkt!) „Adele“, der unter anderem durch die Gruppe Liederjan bekannten Ballade von den fünf Söhnen und einem sehr unterhaltsamen alten Volkslied, welches die Mordgelüste gegenüber einer bösen Schwiegermutter zum Ausdruck bringt. Der passionierte DSA-Spieler und LARPer würde gerne noch öfter im Voyager sein mal lustiges, mal nachdenkliches Liedgut zum Besten geben und das Publikum mit wohlklingender Stimme und Gitarrenlaute erfreuen, kann sich aber auch gut vorstellen, einen Tisch im Voyager mit seinen Freunden für Rollenspiel-Runden zu nutzen.

Im Laufe des Abends konnte man auch den einen oder anderen weiteren Gewandeten erblicken, wie zum Beispiel einen Piraten und einen Endzeit-LARPer, und mehrere Male gab es eine exotische Bauchtanz-Darbietung der Tribal-Tänzerinnen vom Akasha-Tribe. So erfreuten sich die Gäste bis in die späte Nacht an Spielen, Speisen und Spirituosen, an Tanz und Gesang. Auch zwei Biologiestudenten aus Bonn, Julian und sein Kommilitone Konstantin, dessen T-Shirt der „Black Knight“ aus Ritter der Kokosnuss zierte, zeigten sich begeistert von der neuen Lokalität. Konstantin, der sowohl dem LARP als auch Pen & Paper-Rollenspielen zugetan ist, fand „den Laden super“, und auch Julian, der eher im Bereich der Online-Rollenspiele zuhause ist, bezeichnete das Voyager als „sehr gemütlich“. So gingen auch beide davon aus, dass dieses nicht ihr letzer Besuch im Rollenspiel-Pub gewesen sein wird. Tierärztin Dagmar und Fotografin Isa waren ebenfalls angetan, ihnen gefiel unter anderem die Tatsache, dass man hier gut spielen könne, sowie die umfangreiche Getränkekarte. Und auch Wirtin Astrid zieht ein positives Fazit des Abends: „Ich denke, die Sachen, die wir als „Specials“ da hatten, sind sehr gut angekommen. Also vom Kuchen über das frischgebraute Craft Beer (Chocolate Ale), der Barde, der sich einen Tag vorher noch ankündigte, die Bauchtanzmädels – alles toll!“ Auch für die Mitarbeiter gibt es ganz klar lobende Worte: „Unsere Mitarbeiter waren super!“ Astrid kündigt an, das, was organisatorisch noch nicht so gut gelaufen sein sollte, nach und nach zu optimieren, und schmiedet schon eifrig Pläne, wie es mit dem Voyager weitergehen soll.

Für die Zukunft sind nämlich bereits diverse Events und besondere Thementage für Nerds, Fantasy-, Science Fiction- und Rollenspiel-Fans in Planung: Ein oder mehrere Male wöchentlich sollen offene Spielerunden stattfinden, bei denen jeder einsteigen kann. Sonntags wird es einen Spielebrunch geben. Der dritte Samstag im Monat ist für weitere Spezialevents reserviert. Außerdem sind geplant: im Juli eine Feen-Con-Aftershowparty, am 16.08. eine Piratenparty, am 20.09. eine Eis-und Feuer-Mottoparty und am 18.10 eine Tolkien-Party.

Unser Fazit: Das Voyager ist ein Rollenspiellokal mit Herz und Potential, ein gemütlicher Anlaufpunkt für Nerds und Fantasyfans, aber auch für Freunde des elaborierten bis unkonventionellen Biergenusses, mit angenehmem Ambiente, nettem Personal und einer gut ausgestatteten Spieleregalwand. Wuppermond wünscht Astrid, Kay und ihrem Team viel Erfolg und weiterhin viel Kreativität für die Gestaltung ihrer Taverne.

Mehr Infos zum Voyager unter: http://www.voyager-bonn.de/

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