Die Nibelungen – alter Stoff neu interpretiert

Mord, Minne und Verrat: Das Nibelungenlied erzählt eine blutige Geschichte von Liebe und Rache, die den Leser auch heute noch fasziniert. Die Story setzt ein, nachdem Siegfried den Drachen erschlagen und sagenhafte Reichtümer erworben hat. Er kommt an den Hof von Burgund, um die schöne Kriemhild zu freien, und setzt so eine schicksalhafte Entwicklung in Gang. Bevor dieser die Schwester des Königs zur Frau bekommt, muss er ihm helfen, die schier unbesiegbare Brunhild zu heiraten.

Nibelungen

Diese alte Mär hat das junge Börsenensemble nun auf die Bühne bzw. vor die Bühne gebracht, denn die Handlung spielt sich im gesamten Raum ab. Die Dialoge und die Handlung des Stücks hat Regisseurin und Theaterpädagogin Ute Kranz selbst mit den jungen Künstlern entwickelt. Die Bühnenelemente wurden geschickt gewählt. Dramatische Szenen werden von einem Schlagzeug begleitet, während der unsichtbare Siegfried durch seinen Schatten hinter einer Leinwand sichtbar ist. Passend ist auch das Licht. Der Showdown, bei dem die Burgunder förmlich durch Blut waten, ist in ein rotes Licht getaucht.

Wer ein Epos auf die Bühne bringt, muss hier und da auch Dinge verändern oder weglassen. So kam ein Charakter, die intrigante Ehefrau Hagens, dazu, während manche Charaktere gar nicht auftauchten. Dies ist der Konstellation der Schauspieler und der Dramaturgie geschuldet. Neu ist auch der dargestellte Konflikt zwischen nordisch-heidnischer Religion und dem Christentum. Dieser ist unterschwellig stets präsent. Königin Ute hat die Kraft der Weissagungen und erinnert die Söhne an die alten Götter.

Spannend ist, wie die Truppe den zweiten Akt des Liedes darstellen. Nach dem Mord an Siegried ist nichts mehr, wie es vorher war. Kriemhild trauert und sehnt sich nach Rache. Die Tat schwebt wie ein Schatten über der gesamten Familie. Die düsteren Prophezeiungen von Königin Ute sind eingetroffen. Alle hetzen wie aufgescheuchte Hühner über die Bühne. Dankwart erscheint sogar der tote Siegfried. Bei aller Tragik kommt auch die Komik nicht zu kurz. Zwischendurch kann sogar gelacht werden, auch wenn das Ende für alle Beteiligten unschön verläuft.

Wer quasi Blut geleckt hat, hat zum größten Bedauern der Wuppermond-Redaktion nur noch heute –am 10. September um 19.30 – Gelegenheit, das Stück in der Wuppertaler Börse zu sehen.

Nibelungen – das neue Stück des jungen Börsenensembles. Eintritt: 8 €, ermäßigt 5 €. Nur noch heute.

TrailerZusätzlich zum Teaser gibt es heute noch eine Überraschung: wir haben auch einen Trailer gedreht!

Posted by Das junge börsenensemble on Freitag, 4. September 2015

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